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EU-Verbraucherschützer richten sich gegen In-Game-Währungen von zehn Games-Firmen

Illustration: Token und Waage stehen für die Prüfung von In-Game-Währungen durch die EU
Die EU-Verbraucherschützer prüfen, wie virtuelle Währungen in Games verkauft werden. (Illustration)

Die Verbraucherschutzbehörden der EU haben am 30. September 2026 koordinierte Massnahmen gegen zehn Games-Firmen eröffnet, darunter Activision Blizzard, Crytek, InnoGames, King, Mojang, Plarium, PLR Worldwide Sales, Riot Games, Supercell und Ubisoft. Es geht um den Verkauf von In-Game-Währungen, nicht um einen festgestellten Verstoss. Für Activision Blizzard UK Limited läuft zudem eine parallele Aktion, die die Einhaltung des EU-Verbraucherrechts in Diablo Immortal und Call of Duty Mobile sicherstellen soll.

Die Europäische Kommission und das CPC Network, der Zusammenschluss der nationalen Verbraucherschutzbehörden, hatten 2025 sieben Grundprinzipien für virtuelle Währungen veröffentlicht. Dazu gehören transparente Preise und ein Rücktrittsrecht innerhalb von 14 Tagen, auch für unbenutzte virtuelle Währung. Ein anschliessender Dialog mit der Industrie brachte laut CPC keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Eine grosse Zahl der Firmen habe keine substanziellen Änderungen vorgenommen.

Der CPC Network nennt elf Spiele, die einer weiteren Prüfung unterliegen: Minecraft, Call of Duty Mobile, Candy Crush Saga, Clash of Clans, Valorant, Diablo Immortal, Forge of Empires, Gardenscapes, Hunt: Showdown 1896, Mech Arena und For Honor. Zur Auswahl der Titel schreibt das CPC Network, sie seien wegen ihrer grossen Reichweite, der Verfügbarkeit über mehrere Geräte und der unterschiedlichen Altersfreigaben ausgewählt, weil all dies die Wirkung der Geschäftspraktiken auf Verbraucherinnen und Verbraucher verstärke.

Untersucht wird laut CPC-Aussage, wie In-Game-Währungen verkauft werden, wie persönliche Daten gesammelt werden, ob Games ein süchtig machendes Design haben, wie die Standardeinstellungen für elterliche Kontrolle aussehen und ob Kinder direkt zum Kauf aufgefordert werden, obwohl das EU-Verbraucherschutzrecht das explizit verbietet. Zudem nennt das CPC Network Loot-Boxen, irreführende Countdown-Timer und unbegründete Verknappungsbehauptungen als potenziell schädliche Praktiken. EU-Kommissar Michael McGrath erklärte in der Mitteilung: «Das Spiel muss fair sein, und die Regeln müssen eingehalten werden. Nationale Behörden werden mit Unterstützung der Kommission dafür sorgen.»

Das CPC Network teilte mit, dass nationale Behörden Enforcement-Massnahmen ergreifen könnten, wenn die Firmen die Beanstandungen nicht ausräumen. Ein Rechtsverstoss wurde bisher bei keiner der Firmen festgestellt.

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